Die bestimmung des boden

Die Weinberge, im Eigentum der Azienda Pietrantonj, liegen zwischen Vittorito und Corfinio auf einer Höhe zwischen 350m über NN und 400m über NN. Die Bepflanzungen erfreuen sich einer optimalen, sonnigen Ausrichtung und das Gebiet zeichnet sich sowohl durch begrüßenswerten frischen Wind als auch durch thermische Vorgänge zwischen Tag und Nacht aus. Dies aufgrund der benachbarten Berge Sirente, Maiella und Morrone die das Peligna Tal umgeben und letzterem die Gestalt einer langgezogenen Muschel verleihen.

Der Boden ist überwiegend bindig, mit einer Tendenz zum lehmartigen und reich an organischen Substanzen. Damit erhält der Wein einen entschiedenen und sortentypischen Ausdruck für mittlere bis höheren Lagen. Die Charakteristik dieses Bodenklimas, in beachtlichen Nuancen anders als das der Ebene oder eines angrenzenden Meeres, beeinflussen die Trauben in positiver Weise während des Reifens und werten die Aromen, unter Beibehaltung der erwünschten Weinsäure, auf.

Der Anbau der 60 Hektar Weinberg ist begrenzt auf die traditionellen, autochthonen Rebsorten der Abruzzen, nämlich Montepulciano d’Abruzzo und in kleineren Mengen auf Trebbiano d’Abruzzo, Malvasia, Pecorino sowie Campolese und Passerina. In der klaren Absicht die Ergebnisse der Weinproduktion auf diesem seit jeher dem Weinbau gewidmeten Boden zu erhalten und zu verbessern, verwirklicht das Weingut Pietrantonj nicht nur aufmerksame Beobachtungen zur Bodenbeschaffenheit, sondern darüber hinaus auch ein Selektionsprogramm um sortenreine, autochthone rote Rebsorten zu erhalten.

Schon immer hat das Weingut ein besonderes Augenmerk auf die Erziehung der Stöcke gelegt, die zu 90% aus der Spalier-, der Drahtrahmen- (Kordon-) und der Streckbogenerziehung (Guyot) bestehen. Jene Erziehungssysteme zusammengenommen, ermöglichen verschiedene Handhabungen und erlauben es, dank der Produktionsbeschränkungen eines jeden Stocks, die organoleptischen Merkmale und Qualitäten der Weine des Peligna-Tals zu betonen. Neben den bestehenden, teils jungen, Pflanzungen, pflegt das Weingut Pietrantonj einige alte Stöcke (30-35 Jahre alt) die der Produktion besonderer Weine gewidmet ist.

Ganz bewusst hält das Unternehmen die Ernteerträge je Hektar deutlich kleiner als die Maßgaben der DOC Vorschriften es vorsehen. Dies, in der Absicht Weine mit herausragender Qualität zu produzieren. Die Entwicklung einer rationellen Landwirtschaft ist leider durch die, geschichtlich bedingte, starke Parzellierung der Grundstücke gebremst und schier unmöglich.

Der Familie Pietrantonj, die ursprünglich eine einzelne Kernparzelle hielt, ist es gelungen, anhand geschickter Absprachen und der Entwicklung verschiedener Unternehmensmodelle, eine maschinelle Bearbeitung der Weinberge doch noch herbeizuführen. Damit ist jeder bewirtschaftete Weinberg ein gesonderter Ausdruck der jeweiligen Umgebung, mit einer einzelnen Geschichte und einer einmaligen Persönlichkeit, die zusammengenommen, das Beste der Abruzzen und ihrer Werte darstellen.